
"Zentrum für Bewegungsförderung Sachsen" ist unter der Leitung der Sächsischen Landesvereinigung für Gesundheitsförderung gestartet.
Es versteht sich als Knotenpunkt der Bewegungsförderung von sächsischen Senioren.
Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) fördert im Rahmen des Nationalen Aktionsplans „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ über zwei Jahre die Einrichtung von Zentren zur Bewegungsförderung bundesweit.
Bewegung im Alter – warum?
In zahlreichen Studien ist nachgewiesen, dass eine regelmäßig ausgeübte sportliche Aktivität vor typischen Erkrankungen des Alters schützen kann. Indem durch Bewegung unter anderem das Herz-Kreislauf-System gestärkt, Muskeln gekräftigt und Gelenke die nötigen Nährstoffe erhalten, können Krankheiten, wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arthrose, Osteoporose und auch Stürze verhindert oder verzögert werden.
Für eine gezielte Bewegungsförderung von Senioren gibt es demographische, gesundheitsökonomische und nicht zuletzt individuelle Gründe.
Im Zuge des demographischen Wandels ist es besonders wichtig, Rahmenbedingungen und Strukturen zu schaffen, welche die Mobilität und damit die Lebensqualität sowie Selbstständigkeit der älteren Bürger fördern. Ein wichtiges Ziel mit Blick auf gesellschaftliche Veränderungsprozesse ist auch der Wandel von einer negativen zu einer positiven Sichtweise auf den Alterungsprozess.
Das Altern geht einher mit funktionellen Beeinträchtigungen von Mobilität, Gleichgewicht, Koordination, Sensorik sowie geistiger Leistungsfähigkeit. Diese Veränderungen treten jedoch nicht plötzlich auf, sondern vollziehen sich kontinuierlich. Hinzu kommt, dass nicht das kalendarische Alter das Entscheidende für die Aufrechterhaltung von Gesundheit ist. Wie stark ein Mensch in der Lage ist, bestehende Ressourcen zu aktivieren und zu optimieren, hat entscheidenden Einfluss auf das gesunde Altern. Gesundes und aktives Altern ist damit sowohl individuelle Aufgabe als auch gesellschaftliche Herausforderung und bedeutet geistige, gesellschaftliche und nicht zuletzt körperliche Aktivität. Körperliche Aktivität ermöglicht, dass im Alter physische, psychische und soziale Ressourcen gestärkt werden. Die Senioren erleben und erfahren sinnhaftes Tun, schützen sich vor sozialer Isolation und erhalten ihre Mobilität und damit ihre selbstständige Lebensführung. Körperliche Aktivität stellt also ein sehr bedeutsames Kompensationsfeld für den Alterungsprozess dar.
Ziele, Aufgaben und Selbstverständnis des Zentrums für Bewegungsförderung Sachsen
Vor diesem Hintergrund sieht das Zentrum für Bewegungsförderung seine Aufgaben darin, geeignete Zugänge zu entwickeln und ein sachsenweites Kooperationsnetzwerk aufzubauen. Dabei sollen bereits vorhandene Angebote identifiziert und Beispiele für „gute Praxis“ bekannter gemacht und ausgebaut werden.
Des Weiteren strebt das Zentrum an, Methoden zu identifizieren, welche die Senioren zur Bewegungsförderung aktivieren. Dabei soll ein Schwerpunkt auf der Gruppe der sozial benachteiligten Senioren liegen und diese aktiv in die Entwicklung geeigneter, insbesondere settingorientierter Angebote einbezogen werden (Partizipation).
Ein weiterer Baustein des Zentrums für Bewegungsförderung Sachsen ist die Verstärkung des generationsübergreifenden Ansatzes. Die Sächsische Landesvereinigung für Gesundheitsförderung verfügt im Rahmen des Gesundheitsziels „Gesund aufwachsen“ über erste Praxiserfahrungen und Kooperationen in diesem Bereich, welche auch für das Zentrum für Bewegungsförderung genutzt werden sollen.
Das Zentrum für Bewegungsförderung versteht sich nicht allein als Organ, um körperlichen Erkrankungen vorzubeugen, sondern insbesondere auch, um die subjektive Gesundheit und Lebenskompetenz der Zielgruppe zu verbessern,
Zur Umsetzung des Projekts sind zwei kooperierende Projektregionen identifiziert worden: Stadt Dresden und Landkreis Nordsachsen. In diesen Regionen sollen in Zusammenarbeit mit verschiedenen regionalen Akteuren bewegungsförderlichen Maßnahmen und Interventionen initiiert und deren Umsetzung begleitet werden.
Im Rahmen von Fachveranstaltungen sollen verschiedene Akteure, welche im Bereich der Bewegungsförderung von Senioren tätig sind, gemeinsam miteinander ins Gespräch kommen, Möglichkeiten der Zusammenarbeit diskutieren und von guten Praxisbeispielen profitieren.
Wenn Sie bereits aktiv in der Bewegungsförderung älterer Menschen sind und/oder Interesse am Projekt und einer Kooperation haben, dann freuen wir uns, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen. Im Laufe des Projekts wir eine Projektdatenbank entstehen, welche den Austausch der Akteure vereinfachen soll.
Weitere Informationen können Sie dem Projektflyer entnehmen >>
Ansprechpartnerin:
Franziska Faselt - Projektkoordinatorin
E-Mail:
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Tel.: 0351-563 55694