Kopflogo

Start >> Gesund Aufwachsen

logoga_transGesund aufwachsen

Die Grundsteine für den Umgang mit der eigenen Gesundheit, deren Entwicklung und Förderung werden schon in den frühen Stadien der kindlichen Entwicklung gelegt und sind wegweisend für lebenslange Verhaltensweisen und Lebensführungen. Neben dem Elternhaus nehmen die Kindertageseinrichtungen (Kitas), später auch Schulen und Horte, für die Entwicklung gesundheitsförderlicher Kompetenzen eine zentrale Stellung ein. Als erste öffentliche Bildungseinrichtung soll die Kita als Ort der Gesundheit gestärkt werden. Durch einen Betreuungsgrad von über 95% der Drei- bis Sechsjährigen können Eltern und Personal gleichermaßen erreicht werden.
„Gesund aufwachsen“ wurde 2004 durch eine Koalitionsvereinbarung zwischen den Regierungsparteien festgeschrieben und 2009 fortgeschrieben. Das gesunde Aufwachsen von Kindern ist somit zu einem gemeinsamen Anliegen von Politik, Verwaltung und vielen öffentlichen und freien Institutionen in Sachsen geworden.
„Gesund aufwachsen“ fokussiert Kinder und ihre Lebenswelt(en). Im Mittelpunkt steht dabei das Wohlbefinden der Kinder, als Voraussetzung für gelingende Bildungsprozesse. Wie Studien des Robert-Koch-Instituts belegen, ist die Gesundheitssituation von etwa 80% der bundesdeutschen Kinder erfreulicherweise gut, jedoch wachsen ca. 15 bis 20% der Kinder unter Bedingungen gesundheitlicher Risiken auf. Auf diese sog. „20%“ konzentriert sich die Projektarbeit im Sinne der Verbesserung gesundheitlicher Chancengerechtigkeit. Weitere Ziele sind die Stärkung von Gesundheitsressourcen sowie die Unterstützung bei der Entwicklung positiver Selbstkonzepte. Aber nicht nur die Kinder, sondern auch die Menschen, die ihre Lebenswelt gestalten und beeinflussen, werden mit einbezogen: Eltern, Erzieher/-innen, Träger, Verwaltung, Speisenanbieter, Politik und Regionale Arbeitsgemeinschaften für Gesundheitsförderung. Sie alle sind wichtige Partner für die Gestaltung bildungs- und gesundheitsfördernder Lebenswelten unserer Kinder.
Unterstützt wird das Gesundheitsziel durch die Koordinierungsstelle, welche an der SLfG angesiedelt ist. Sie vernetzt alle beteiligten Akteure, führt Fachveranstaltungen und Workshops zum Thema Gesundheitsförderung durch und informiert und unterstützt Kindertageseinrichtungen bei der Durchführung von Projekten.
Mittels sieben Handlungsfelder wird das Gesundheitsziel umgesetzt. In ihnen engagieren sich über 70 sächsische Institutionen für ein gesundes Aufwachsen von Kindern. Je Handlungsfeld unterstützt eine Arbeitsgruppe die Zielentwicklung, das methodische Vorgehen sowie die Bearbeitung und Umsetzung von Projekten und Maßnahmen.

2011_abbildga



Abb.: Darstellung des sächsischen Gesundheitsziels „Gesund aufwachsen“, 2011,
Installation: Marlen Kofahl (SLfG), Dr. Reinhild Benterbusch (SMS)

Sie können die Grafik auch als pdf-Datei herunterladen. Um diese zu öffnen, klicken Sie einfach auf die Grafik.



Ansatzpunkte von „Gesund aufwachsen“ sind die sieben Handlungsfelder. Sie alle sind eigenständige Tätigkeitsbereiche und stehen gleichzeitig in engen Wechselwirkungen zueinander. Die Förderung von Lebenskompetenz erstreckt sich zudem über die anderen sechs Felder und bündelt deren Synergieeffekte. Jeder Bereich ist in den Lebenswelten eingebettet. Aufbauend auf dem Setting Kita werden auch die Lebenswelten Familie und Sozialraum der Kinder mit erfasst. Gezielt wird auf gesundheitliche Chancengerechtigkeit sowie auf die Stärkung von Gesundheitsressourcen und die Entwicklung eines positiven Selbstkonzeptes. Diese  Ziele sind abhängig von den individuellen und den gesellschaftlichen Bedingungen und wirken sich auf beide Ebenen aus.

 
Logo5