2. Sächsische Fachkonferenz

2. Sächsische Fachkonferenz „Prävention und Gesundheitsförderung – (k)ein Thema der Kommune?“

30. Oktober 2018 von 9.30 bis 16.00 Uhr in Dresden

Auftrag des Präventionsgesetzes und der Landesrahmenvereinbarung für den Freistaat Sachsen ist es, die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger in Dörfern, Gemeinden, Quartieren und Städten zu stärken und zu fördern. Kommunen sind für die Umsetzung von Prävention und Gesundheitsförderung ein zentraler Partner. Denn das Handeln und Wirken in Sachen Gesundheit geschieht jeden Tag vor Ort: in Betrieben, Jugendeinrichtungen, Kitas, Pflegeeinrichtungen, Schulen und Vereinen.

Die 2. Sächsische Fachkonferenz „Prävention und Gesundheitsförderung – (k)ein Thema der Kommune?“ thematisiert das Kooperations- und Gestaltungspotenzial der Gemeinden, Städte und Landkreise.

Alle Infos zum Ablauf der 2. Fachkonferenz finden Sie in unserer Einladung >>HIER<<.


Die Anmeldung ist geschlossen (Anmeldeschluss: 12.10.). Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an Susann Larraß unter gs.lrv@slfg.de oder unter Tel.: 0351 501936-51.


Kontakt und Organisation:

Geschäftsstelle Landesrahmenvereinbarung
c/o Sächsische Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V.
Susann Larraß (Koordination)
E-Mail: gs.lrv@slfg.de
Telefon: 0351 – 50193651


Programm (Auszüge – alle Details in der Einladung)

9.30 Uhr Begrüßung:
Astrid Medack, Verwaltungs-Berufsgenossenschaft für die Gesetzliche Unfallversicherung
Eröffnung:
Michael Bockting, Abteilungsleiter im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und
Verbraucherschutz
Silke Heinke, Alternierende Vorsitzende des Steuerungsgremiums LRV und Leiterin der
Landesvertretung Sachsen des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek)

9.50 Uhr Fachvortrag: Kooperativ – Integrativ – Partizipativ
Leitplanken erfolgreicher Gesundheitsförderung in der Kommune
Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes – Gesamtverband e. V.

11.00 Uhr Sächsische Beispiele: Zum Stand kommunaler fachübergreifender Planungen
Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge:
Kati Hille, Beigeordnete und Geschäftsbereichsleiterin für Gesundheit, Soziales und Ordnung
Landkreis Meißen:
Janet Putz, 1. Beigeordnete und Dezernentin für Soziales

11.40 Uhr Gemeinsam für Gesundheitsförderung und gesundheitliche Prävention in Sachsen:
Unterstützer der Landesrahmenvereinbarung für den Freistaat Sachsen stellen ihre Präventionsangebote und gesundheitsförderlichen Ansätze vor

12.30 Uhr Mittagspause
13.30 Uhr Parallele Workshops
15.45 Uhr Blitzlichter aus den Workshops und gemeinsamer Ausklang
16.00 Uhr Ende der Veranstaltung

Moderation: Dr. Susanne Kailitz, freie Journalistin

Workshop 1: Wo fangen wir an? – Eine beteiligungsorientierte Bestandsaufnahme für Landkreise und Kommunen

Wiebke Sannemann, Landesvereinigung für Gesundheitsförderung und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.
Silke Meyer, Koordinierungsstelle für gesundheitliche Chancengleichheit bei der SLfG

Die Basis für die Umsetzung von qualitätsgesicherten Projekten und Maßnahmen aus Gesundheitsförderung in Kommunen und Landkreisen ist eine Bestandsaufnahme: Welche Angebote gibt es bereits? Welche Akteurinnen und Akteure beschäftigen sich mit dem Themenfeld vor Ort? Welche Problem- und Bedarfslagen gibt es aus Sicht der Bevölkerung und der beteiligten Akteurinnen und Akteure? Wie können gemeinsam neue Ideen entwickelt werden? Im Workshop erproben die Teilnehmenden selber die beteiligungsorientierte Methode „Planning for real“ und bekommen so einen konkreten Einblick, damit sie dann die Methode für ihre Arbeit nutzen können.

Workshop 2: Stark im Land – Lebensräume gemeinsam gestalten: Kinder- und Jugendbeteiligung in ländlichen Räumen

Peggy Eckert, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung
Annekathrin Weber, Koordinierungsstelle für gesundheitliche Chancengleichheit bei der SLfG

Junge Menschen daran zu beteiligen, ihr unmittelbares Lebensumfeld nach ihren Bedürfnissen zu gestalten, hat viele Vorteile für Kommunen. Wenn man Kindern früh Mitsprache ermöglicht, schafft dies bessere Planungsgrundlagen, steigert die Akzeptanz politischer Entscheidungen und führt damit zu einer lebendigen Gemeinschaft. Kinder und Jugendliche erfahren Selbstwirksamkeit, erlernen mehr Verantwortung zu übernehmen, Kompromisse zu finden, sich ihre Meinung zu bilden und die anderer zu akzeptieren. Sie erleben demokratische Entscheidungsprozesse. Zugleich ist das Partizipieren an
solchen Prozessen in der unmittelbaren Lebenswelt eine Entwicklungsaufgabe für Heranwachsende und eine Voraussetzung für gesundes Aufwachsen und Lebensqualität. Erlebte Mitwirkung ist ein Fundament für die Entwicklung von Kohärenzgefühl und wichtig für die psychische Gesundheit. Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen entwicklungs- und bedarfsorientiert zu gestalten, ist ein Beitrag zur gesundheitlichen Chancengleichheit, indem wir fragen: „Was braucht das Kind?“.
Der Workshop gibt Einblick wie Beteiligungsprozesse vor Ort initiiert werden können und veranschaulicht anhand von Praxisbeispielen, welche Akteure und Rahmenbedingungen es braucht.

Workshop 3: Wirkungsorientierung – ist sie für die kommunale Gesundheitsförderung nützlich und praktikabel?

Ina Schaefer, Alice Salomon Hochschule Berlin
Denis Spatzier, Koordinierungsstelle für gesundheitliche Chancengleichheit bei der SLfG

Der Begriff Wirkungsorientierung hat in der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung Konjunktur. Doch was genau ist unter „Wirkung“, „Wirkungsnachweis“ und „Wirkungsorientierung“ in diesem Kontext zu verstehen? Auch ist der Umgang mit konkreten Zielen und der intendierten Wirkung voraussetzungsvoll. Schon zu Beginn bestehen Hürden, die sich dann im Prozess, beispielsweise bezogen auf die Überprüfung formulierter Wirkungen, fortsetzen.
Nach einem Input werden im Rahmen des Workshops an Thementischen die Chancen und Herausforderungen der Wirkungsorientierung diskutiert. Welche Voraussetzungen bestehen, dieses Konzept in der kommunalen Gesundheitsförderung gewinnbringend umzusetzen?

Workshop 4: Behördliches Gesundheitsmanagement

Dr. Attiya Khan, Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Kristina Klein und Diana Lubinski, Deutsche Rentenversicherung Bund
N. N., Bundesagentur für Arbeit (angefragt)

Landkreise und Kommunen sind nicht nur Lebensräume für viele Menschen, sondern oft auch Arbeitgeber. Wie für alle Arbeitgeber gilt auch für Verwaltungen, dass sie für gute Arbeitsbedingungen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen müssen. In diesem Workshop wird anhand eines Praxisbeispiels vorgestellt, wie eine Behörde Gesundheitsmanagement für ihre Beschäftigten organisiert, welche Gelingensfaktoren helfen und wie Stolpersteine überwunden werden. Insbesondere für die Beurteilung von Tätigkeiten mit Bürgerkontakt wird eine Handlungshilfe der Unfallkasse
Sachsen, der Landesdirektion Sachsen, der Stadt Dresden und des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr präsentiert. Außerdem erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, welche Unterstützungs- und Präventionsangebote die Deutsche Rentenversicherung im Rahmen des Firmenservice bieten kann.