Regionale Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung des Vogtlandkreises berät Aufgaben

Artikel von slfg am 5. April 2018


Zur Sitzung der Regionalen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung (RAG) des Vogtlandkreises hatten sich die AG-Mitglieder am 22. Januar 2018 Denis Spatzier (Foto rechts) von der Geschäftsstelle der Landesrahmenvereinbarung (LRV) Präventionsgesetz als Gesprächspartner eingeladen, um Neues über Chancen und Herausforderungen für die Akteure vor Ort, die mögliche Rolle bzw. Funktionsweise der RAG ebenso wie Unterstützungsmöglichkeiten durch die Geschäftsstelle der LRV und etwaige Förderungen über die LRV zu erfahren.

RAG-Treffen am 22.01.2018©Gesundheitsamt Vogtlandkreis

Da Herr Spatzier bereits in anderen Landkreisen und kreisfreien Städten unterwegs war, erhofften sich die Zuhörer konstruktive Impulse.

Zunächst erläuterte er die Begriffe Gesundheitsförderung und (Krankheits-)Prävention und deren Grundverständnis. Bei der (Krankheits-) oder Primärprävention geht es darum, Krankheitsrisiken und -ursachen zu verhindern oder zu vermindern. Gesundheitsförderung stellt gemäß Ottawa-Charta der WHO von 1986 darauf ab, eine gesundheitsfördernde Gesamtpolitik zu entwickeln. Bei diesem Prozess sollen die Menschen ein hohes Maß an Teilhabe und Selbstbestimmung erfahren. Die sogenannten Lebenswelten wie Kita, Schule, Verein, Betrieb und Kommune sind gesundheitsförderlich zu gestalten, um für alle – ob jung oder alt – über die gesunde Lebensweise hinaus ein Leben in Wohlbefinden zu ermöglichen. Die RAG als kommunales Netzwerk spielt dabei eine zentrale Rolle. Unter Beteiligung möglichst vieler Kooperationspartner (verschiedene Fachämter, Krankenkassen, regionale Initiativen der Zivilgesellschaft und Vereine etc.) können hier gemeinschaftlich Handlungskonzepte und gemeinsame Strategien in den Zielbereichen „Gesund aufwachsen“, „Gesund leben und arbeiten“ und „Gesund im Alter“ bedarfsorientiert und unter Berücksichtigung der regionalen Gegebenheiten erarbeitet werden.

Wie können kommunale Initiativen, Maßnahmen und Projekte seitens der LRV unterstützt werden? Wofür kann es Unterstützung personell wie finanziell geben? Wie sind die Verfahren? Diese Fragen diskutierten die Arbeitsgruppenmitglieder im Anschluss des Vortrags mit Herrn Spatzier. Er verwies darauf, dass es im Rahmen der LRV zunächst darum geht, die RAG als regionale Struktur zu stärken und kommunale Entscheidungsträger dafür zu sensibilisieren, dass dieses Netzwerk ein Mehrwert für die Entwicklung hin zu einem gesunden Landkreis darstellt.

Kontakt:

Denis Spatzier
Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (Sachsen) im Rahmen der LRV
Gesamtkoordination, Arbeitsschwerpunkt: Lebenswelt Kommune
Tel.: 0351 501936-52
E-Mail: gs.lrv@slfg.de