Das Präventionsgesetz kommt in die Praxis

Artikel von slfg am 22. Februar 2019


Einrichtungsleiter*innen aus der stationären, teilstationären und ambulanten Pflege trafen sich am 7. Februar 2019 in Dresden, um gemeinsam zu analysieren, welche Möglichkeiten das Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz-PrävG) aus dem Jahr 2015 für die stationären Pflegeeinrichtungen bietet. Fast 30 Einrichtungsleiter*innen kamen zum diesjährigen Unternehmerstammtisch unter dem Motto „Was bringt das Präventionsgesetz“. Eingeladen hatte die Berufsgenossenschaft für Wohlfahrtspflege, vertreten durch Frau Dr. Koban, in Kooperation mit der Informations- und Vernetzungsstelle für stationäre Pflegeeinrichtungen.

Die Info- und Vernetzungsstelle – Johann Große©SLfG


Im ersten Teil der Veranstaltung erhielten die Teilnehmer*innen Einblicke in rechtliche Vorgaben und bestehende Angebote durch zwei Vertreter*innen der gesetzlichen Krankenkassen. Frau Stephan, Verband der Ersatzkassen e. V. Landesvertretung Sachsen, stellte den Leitfaden Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen nach § 5 SGB XI vor, welcher aus dem PrävG entstanden ist. Dieser bildet den Rahmenprozess ab, um gesundheitsförderliche und präventive Maßnahmen in einer stationären Pflegeeinrichtung gemäß PrävG umzusetzen. Zudem erläuterte Frau Stephan den Prozess zur Stärkung der Prävention und Gesundheitsförderung in Sachsen (niedergeschrieben in der Landesrahmenvereinbarung), welcher in Sachsen zur Entstehung der Informations- und Vernetzungsstelle stationäre Pflege beitrug. Im zweiten Teil der Veranstaltung ging Herr Groß, von der DAK-Gesundheit, auf die Thematik betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) ein und stellte die BGF Koordinierungsstelle der gesetzlichen Krankenkassen vor.

Besonderes Augenmerk und Interesse lag auf der Vorstellung des Projekts „Senioren-Aktiv-Woche“, welches zwei Vertreterinnen der AWO Kreisverband Auerbach/Vogtland e. V. präsentierten. Das Praxisbeispiel verdeutlichte, welche Möglichkeiten in der Gesundheitsförderung und Prävention für die Bewohner*innen liegen und wie sie umgesetzt werden können.

In einer anschließenden Dialogrunde diskutierten alle Teilnehmer*innen die Umsetzungsmöglichkeiten, Wichtigkeit und den Nutzen von gesundheitsförderlichen und präventiven Leistungen. Deutlich wurde, dass die Gesundheitsförderung und Prävention im Bereich der stationären Pflege eine Steigerung des Wohlbefindens der Bewohner*innen mit sich bringen kann. Um dies im Sinne des PrävG realisieren zu können, müssen die Gelder nun dort ankommen, wo sie vorgesehen sind – bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der stationären Pflegeeinrichtungen. Es wurde deutlich, dass das Wissen über bestehende Fördermöglichkeiten und Angebote weiter ausgebaut werden muss. Um diese Ziele erreichen zu können, unterstützt, informiert und begleitet die Informations- und Vernetzungsstelle zukünftige Antragssteller und Interessierte bei ihren Vorhaben.

Nachgefragt©SLfG


Durch das positiv bewertete Format konnten sich die Einrichtungsleiter*innen fachbezogen und handlungsleitend austauschen. Weitere Veranstaltungen zur Vernetzung und Sensibilisierung rund um die Thematik der Gesundheitsförderung und Prävention für Bewohner*innen der stationären Pflege sind für 2019 geplant.

Kontakt:

Johann Große
Informations- und Vernetzungsstelle stationäre Pflegeeinrichtungen
c/o Sächsische Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V.
Könneritzstraße 5
01067 Dresden
Tel.: 0351 501936-53
E-Mail: grosse@slfg.de