Sächsische Informationsstelle ‚Gesundheitsförderung und Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen‘ hilft Angebote zu entwickeln

Artikel von slfg am 13. Dezember 2019


Spezielle Präventionsangebote sollen die Gesundheitspotentiale von Pflegeheimbewohnern aktivieren und ihr Wohlbefinden verbessern. In Sachsen kümmert sich um dieses Anliegen die „Informations- und Vernetzungsstelle Gesundheitsförderung und Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen“ (IVS), die bei der Sächsischen Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V. angesiedelt ist. Die IVS wird im kommenden Jahr ihre Arbeit weiterführen, wie die Akteure von „P. Sachsen – Prävention auf den Punkt“, einem Zusammenschluss von Sozialkassen, Landesministerien und kommunalen Gremien, auf ihrer Novembertagung beschlossen haben.

Pflegebedürftige besitzen trotz körperlicher, kognitiver oder psychischer Erkrankungen Gesundheitspotentiale, die sich fördern lassen. Im Unterschied zu jüngeren Menschen schaffen sie es nicht mehr, sich selbst um entsprechende Angebote zu sorgen. Sie sind auf Hilfe der Mitarbeiter der Pflegeeinrichtungen angewiesen. An diesem Punkt setzt die gemeinsame sächsische „Informations- und Vernetzungsstelle Gesundheitsförderung und Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen“ (IVS) an, die 2018 als Modellvorhaben gestartet war.

Die Informationsstelle unterstützt sachsenweit Pflegeeinrichtungen in ihren Häusern die personellen und strukturellen Voraussetzungen zu schaffen, um mehr für die Gesundheit der Bewohner zu tun. Mit dem Vorhaben wird Neuland betreten. Beispiele aus anderen Bundesländern zeigen erste Ideen. Das kann beispielsweise der Einsatz mobiler Miniküchen sein, wo Pflegebedürftige vom Bett aus Mahlzeiten zubereiten können und dabei ihr motorisches und geistiges Potenzial aktivieren. Oder Seminare für das Pflegepersonal, um sogenannte strukturelle Gewalt zu verhindern, wozu etwa das zu frühe Wecken oder ungewolltes Duzen der Pflegeheimbewohner gehören. Die Palette der möglichen Ansätze ist breit: Die Informationsstelle berät die Träger der Einrichtungen zu wissenschaftlichen sowie praktischen Erfahrungen aus den Bereichen Ernährung, körperliche Aktivität, psychosoziale Gesundheit, Prävention von Gewalt und Stärkung kognitiver Ressourcen. Darüber hinaus bringt sie die verschiedenen Akteure, die auf diesem Gebiet aktiv sind, zusammen.

In den vergangenen Monaten organisierte die Informationsstelle etwa mehrere Treffen mit sächsischen Pflegeeinrichtungen, wo sie ihre Tätigkeit und die Möglichkeiten der Unterstützung vorstellte. Auf Veranstaltungen von Wohlfahrtsverbänden präsentierte sie sich, ebenso beriet die Informationsstelle einzelne Pflegeeinrichtungen unmittelbar vor Ort.

Die Info- und Vernetzungsstelle präsentiert sich – Johann Große©SLfG

 

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Die Informations- und Vernetzungsstelle wird gefördert unter dem Dach der Landesrahmenvereinbarung (LRV) für den Freistaat Sachsen gemäß Paragraph 20f SGB V zur Umsetzung des Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und Prävention (PrävG). Sie wird durch die Gesetzlichen Krankenkassen mitfinanziert.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.


Kontakt:
Informations- und Vernetzungsstelle stationäre Pflegeeinrichtungen
c/o Sächsische Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V.
Johann Große
Tel.: 0351 501936-53
E-Mail: grosse@slfg.de