4. Fachtag „KINDER STÄRKEN“ im digitalen Format erfolgreich durchgeführt

Artikel von slfg am 28. Juni 2020


Der 4. Fachtag „KINDER STÄRKEN“ fand am 23. Juni 2020 nicht wie gewohnt in einem Tagungszentrum in Dresden, sondern auf etwa 120 Monitoren seine Bühne. Überzeugt von der Notwendigkeit, besonders in Zeiten erschwerter Kommunikation neue Wege für den landesweiten Austausch im Programm zu finden, übertrug die KBS KINDER STÄRKEN mit Unterstützung von AGONDA – Agentur für Dialog und Zukunftsprozesse das ursprünglich geplante Konzept in eine virtuelle Konferenzumgebung. Ca. 110 Kitasozialarbeiter*innen, Einrichtungsleitungen, Trägervertreter*innen und Unterstützer*innen des ESF-Programms KINDER STÄRKEN nahmen schließlich am Fachtag teil.

Tagungsprogramm 4. Fachtag KINDER STÄRKEN

Silke Meyer und Andreas Wiere, die die Kompetenz- und Beratungsstelle im ESF-Programm KINDER STÄRKEN leiten, eröffneten den Fachtag unter der Prämisse, dass eine Krise immer auch als Gelegenheit zu betrachten sei.

Der Sächsische Staatsminister für Kultus, Christian Piwarz, unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung ergänzender Angebote sozialer Arbeit in Kindertageseinrichtungen und dankte allen Akteuren, die diesen „wichtigen und wesentlichen Beitrag für die Gesellschaft“ leisten. Ziel der sächsischen Staatsregierung sei es, bestmögliche Angebote für die Kleinsten zu gewährleisten. Die „Marke“ KINDER STÄRKEN sei dabei ein gesetzter Bestandteil, dessen Nachhaltigkeit ihn tief beeindrucke. Eine Fortführung des Programms KINDER STÄRKEN über das Jahr 2022 hinaus wird von der Staatsregierung unterstützt. In Anbetracht derzeitiger pandemiebedingter Einschränkungen im Kitabetrieb betonte der Minister, dass das Kindeswohl und die Lebenssituation der Familien viel stärker in den Mittelpunkt rücken müssten und alle miteinander für den Schutz der Bedürftigen verantwortlich seien.

Die anschließende Austauschrunde „Geschichten des Gelingens“ bot allen Teilnehmenden Gelegenheit und Raum, in kleinen Gruppen Momente besonderer Wirksamkeit im Programm KINDER STÄRKEN miteinander zu teilen.

Den fachlichen Impuls gab Petra Wagner, Direktorin des Instituts für den Situationsansatz (ISTA) und Leiterin der Fachstelle Kinderwelten für Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung in Berlin. Anschaulich und prägnant zeigte sie in ihrem Beitrag, wie der Ansatz der „Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung“ Fachkräfte in Kitas in Bezug auf eine armutssensible Pädagogik unterstützt. Theoretisch untersetzt und mit konkreten Anregungen für vorurteilsbewusste pädagogische Praxis für die Gestaltung der Lernumgebung in der Kita, der Interaktion mit Kindern und der Zusammenarbeit im Team und mit Eltern ist der Ansatz eine große Unterstützung für die Programmeinrichtungen, die das Ziel verfolgen, Kinder in ihren Unterschiedlichkeiten zu stärken und Teilhabechancen zu fördern.

Nach der Mittagspause konnten die Teilnehmenden aus 13 Workshop- und Dialoggruppen auswählen, die zu programmbezogenen Themen Input und Raum für Diskussion boten.

Das Abschlussplenum bot noch einmal die Möglichkeit, den Fachtag in kleinen Gruppen zu reflektieren. Silke Meyer und Andreas Wiere verabschiedeten die Teilnehmenden mit Horaz: „Not bringt Talente hervor, die in blühenden Zeiten weitergeschlummert hätten.“

Ausführlichere Infos und die DOKUMENTATION finden Sie auf der Website des KINDER-STÄRKEN-PROJEKTS >>HIER<<.

Screenshot Staatsminister Piwarz und Projektleitung Silke Meyer sowie Andreas Wiere©SLfG/KBS


Kontakt:

Silke Meyer, Projektleitung
Tel.: 0351 501936-71
silke.meyer@slfg.de