Das Projekt „MiMi-Gewaltprävention“ mit Online-Formaten präsent

Artikel von slfg am 14. Dezember 2020


Das Programm „Mit Migranten für Migranten“ (MiMi) hat mit den erneuten Einschränkungen alle Veranstaltungen auf digitale Formate umgestellt. Einige der MiMi-Mediatorinnen und
-Mediatoren nutzen nun den virtuellen Raum, um weiterhin über Gewaltschutz zu informieren. Die Formate werden dort gut angenommen und erschließen andererseits neue Möglichkeiten der Vernetzung und der Reichweite. Dennoch ist das Format nicht für jede/jeden der richtige Platz zur Informationsweitergabe, sodass insgesamt weniger Veranstaltungen stattfinden. Viele Akteure hoffen auf den Frühling/Sommer 2021, um Veranstaltungen mit Abstand, aber in Präsenz durchführen zu können.

Über die Erfahrungen und Wirkungen von digitalen Veranstaltungen konnten sich die Mediatorinnen und Mediatoren in einer Supervision am 28. November 2020 austauschen – natürlich digital. Die Reflexion beschäftigte sich mit dem Thema Kulturwandel in diesen Zeiten des Abstands und welche Wirkungen dies mit den verschiedenen kulturellen Hintergründen auf die Menschen haben mag. Sechs Mediatorinnen kamen in einen Austausch mit Dana Ritzmann, die im digitalen Raum etliche interaktive Akzente setzen konnte und damit zum Reflektieren anregte.


Die Fortbildung für Fachkräfte fand am 2. Dezember 2020 mit dem Referenten Attila Szegedy von ‚Selbstwerk – Konfliktkultur und Gewaltprävention‘ statt. Das Thema „Deeskalation“ erfordert für ein nachhaltiges Erleben praktische Übungen, die nur unzureichend im digitalen Format übermittelt werden können. So gab es am 02.12. zunächst eine Einführung im Online-Seminar. Am 19. Mai 2021 werden die Teilnehmenden das Thema mittels praktischer Übungen vertiefen. 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Bereichen der Arbeit mit Migrantinnen und Migranten haben sich auf die digitale Einführung eingelassen und freuen sich auf den zweiten Teil, der hoffentlich in Präsenzform stattfinden kann.

© SLfG

Projektkoordinatorin Margret Rudolph © SLfG

Referent Attila Szegedy © SLfG


Das MiMi-Projekt wurde auf dem Fachtag „Netzwerk Migration Mittelsachsen“ zur Thematik „Kultursensible Gesundheitsversorgung“ am 14. Oktober 2020 in Freiberg vorgestellt. Interessant war die Vorstellung des Projekts „Triaphon“, welches für Krankenhäuser und Arztpraxen eine Telefonhotline zur In-Echtzeit-Übersetzung bereitstellt. Gegen eine Gebühr können sich medizinische Einrichtungen die Telefonnummer in die Einrichtung holen. Triaphon stellt somit eine verlässliche 24-Stunden-/7-Tage-Möglichkeit zur Kommunikation zwischen Mediziner*innen und Patient*innen, die wenig oder kein Deutsch sprechen, zur Verfügung. Informationen finden Einrichtungen unter www.triaphon.org ; Corona-Ambulanzen dürfen die Hotline derzeit kostenlos nutzen.

weitere Infos im Flyer >>HIER<<


Im Januar und Februar 2021 wird die nunmehr vierte Schulung für neue Mediatorinnen stattfinden. Frauen mit Migrationserfahrung/-geschichte sind herzlich eingeladen, an der Schulung teilzunehmen und sich zur MiMi-Mediatorin ausbilden zu lassen. Start ist der 22.01.2021. Der Flyer darf gern verbreitet werden, es gibt noch freie Plätze. Auch hier gehen wir momentan davon aus, dass die Schulung online stattfinden wird.

weitere Infos im Flyer >>HIER<<


Kontakt:

Margret Rudolph, Projektkoordinatorin MiMi-Gewaltprävention
E-Mail: rudolph@slfg.de
Telefon: 0351 501936-00, 0176 42037411