Intergenerative Ansätze in der Gesundheitsförderung

Je früher es im Kindesalter gelingt, gesunde Verhaltensweisen zu erlernen, desto sicherer ist es, gesund aufzuwachsen. In der Umsetzung des sächsischen Gesundheitsziels „Gesund aufwachsen“ geht es um die Stärkung von Gesundheitsressourcen von Kindern, die Unterstützung bei der Entwicklung von positiven Selbstkonzepten und die Schaffung von gesundheitsfördernden Lebenswelten. Wird Gesundheitsförderung unter einem ganzheitlichen Aspekt betrachtet, so lässt sich diese über das Vorschulalter hinaus als lebenslanger Prozess verstehen und gilt als Herausforderung und Aufgabe für jedes Alter. Während eine frühzeitig gesunde Lebensführung bereits im Kindesalter anzustreben ist, gilt gleichzeitig eine positive Veränderung im Gesundheitsverhalten in jedem Alter für denkbar.

Dies hebt die Bedeutung von Gesundheitsförderung auch in späteren Lebensphasen hervor. In der Entwicklung und Umsetzung des Gesundheitsziels „Aktives Altern“ geht es um den Erhalt bzw. die Verbesserung von körperlicher, seelischer und funktionaler Gesundheit, insbesondere auch um die Stärkung von Potenzialen und Ressourcen älterer Menschen und um deren Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Besonders im Alter gilt Gesundheit als Basis für Zufriedenheit, Selbständigkeit und Lebensqualität. Ein gesundes und aktives Altern und seine Förderung sollten demnach bereits frühzeitig beginnen. „Gesundes Altern“ ist damit nicht als Aufgabe allein für das Alter zu begreifen, sondern wiederum als lebenslanger Prozess zu verstehen.

In diesem Kontext erscheint eine Verknüpfung der Ansätze zwischen Jung und Alt im Sinne einer generationsübergreifenden Gesundheitsförderung sinnvoll. Es geht um ein gesundes Leben und Zusammenleben, um ein Miteinander der Generationen, um das Erkennen individueller Ressourcen, um Austausch und ein voneinander Lernen. Gesundheit und deren Förderung als lebenslanges Thema betrifft beide Generationen und kann gemeinsam gestaltet und erfahren werden.

Die Förderung einer Annäherung und Begegnung zwischen den Generationen findet sich gleichermaßen im Sächsischen Bildungsplan (Rubrik: Kontexte) wieder: Ein Suchen nach Verbindungen zwischen Jung und Alt und die Frage, was ältere Menschen zu Bildung, Erziehung und Gesundheit der Kinder beitragen können, regt zu einer Förderung des Generationendialogs an.

Ein ganzheitliches Verständnis von Gesundheit versteht neben lebenslanger Gesundheitsförderung auch einen Zusammenhang zwischen Bildung und Gesundheit und schließt Bildung als wesentliche Ressource für Gesundheit und Leistungsfähigkeit sowohl im Kindesalter wie auch in späteren Lebensphasen ein. Generationsübergreifende Projekte der Gesundheitsförderung beinhalten damit immer auch den Aspekt des Lernens und verstehen in diesem Kontext Bildung, Gesundheit und deren Förderung als lebenslange Prozesse.

Weitere Informationen und Kontakt:

Eileen Hornbostel, Projektkoordinatorin Intergenerativer Dialog „Gemeinsam gesund“ und „Gemeinsam gedacht“
Tel.: 0351 501936-41
Fax: 0351 501936-99
E-Mail: hornbostel@slfg.de