Vielfalt leben – Teilhabe gestalten: Rückblick auf das landesweite Netzwerktreffen der Sprachmentorinnen und Sprachmentoren
Beim landesweiten Netzwerktreffen der Sprachmentorinnen und Sprachmentoren in Moritzburg stand die Zusammenarbeit mit mehrsprachigen Familien und Familien mit Migrationsgeschichte im Mittelpunkt. In einer Podiumsdiskussion und verschiedenen Arbeitsgruppen wurde deutlich, dass gelingende Teilhabe vor allem auf wertschätzenden Beziehungen, einer ressourcenorientierten Haltung und der Anerkennung von Mehrsprachigkeit basiert.

Die Teilnehmenden diskutierten Wege, sprachliche und strukturelle Barrieren abzubauen und Vielfalt im pädagogischen Alltag selbstverständlich zu leben. Ein besonderer Höhepunkt war die CultuRallye, die einen eindrucksvollen Perspektivwechsel ermöglichte. Das Treffen machte deutlich: Gelebte Vielfalt im Kita-Alltag ist kein Spezialthema, sondern Ausdruck pädagogischer Qualität.

Mehrsprachigkeit braucht Dialog: Rückblick auf den Dresdner Fachtag zu Mehrsprachigkeit und Interaktionsqualität
„Zu viele Sprachen, zu wenig Dialog?“ – unter diesem Titel widmete sich der Fachtag der Dresdner Sprachmentorinnen am 3. Juni 2026 den Chancen und Herausforderungen von Mehrsprachigkeit in der Kindertagesbetreuung. In seinem Fachvortrag zeigte Prof. Timm Albers auf, wie eng Mehrsprachigkeit und Interaktionsqualität miteinander verbunden sind und welche Bedeutung wertschätzende Kommunikation für die Sprachentwicklung von Kindern hat. Im anschließenden Markt der Möglichkeiten konnten die Teilnehmenden vielfältige Praxisimpulse kennenlernen und miteinander ins Gespräch kommen. Deutlich wurde: Wo Kinder im Alltag zugewandt begleitet werden und echte Dialoge erleben, entstehen die besten Voraussetzungen für sprachliches Lernen.

Jetzt anmelden: Fachtag „Zwischen Brotdose und Bilderbuch – Mit Kindern Sprache erleben“
Sprache entwickelt sich nicht nur in gezielten Bildungsangeboten, sondern vor allem im Alltag – beim Essen, Spielen, Vorlesen, Entdecken und gemeinsamen Gespräch. Genau hier setzt der Fachtag des Landesprogramms am 29. September 2026 im Deutschen Hygiene-Museum Dresden an. Im Mittelpunkt stehen alltagsintegrierte sprachliche Bildung, dialogische Interaktionen und die Frage, wie Fachkräfte Kinder sprachlich sensibel und bedürfnisorientiert begleiten können.
Freuen Sie sich auf den Fachvortrag von Dr.in Sophie Koch zur kindlichen Sprachaneignung sowie auf acht praxisnahe Workshops. Themen sind unter anderem dialogisches Lesen, Mehrsprachigkeit und kultursensible Eingewöhnung, sprachförderliche Alltagssituationen, Humor in der Sprachbildung, Leseförderung und die Zusammenarbeit mit Familien. Ein Markt der Möglichkeiten lädt zudem zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung ein.
Die Veranstaltung richtet sich an pädagogische Fachkräfte aus Kinderkrippen, Kindergärten, der Kindertagespflege und Horten in ganz Sachsen. Anmeldungen sind bis zum 4. September 2026 möglich. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier:
Zur Anmeldung und zum Programm
Neue Impulse auf unserer Homepage
Wie können Kinder sich verständigen, wenn Worte noch fehlen? Und wie tragen Bücher dazu bei, dass sich alle Kinder in ihrer Lebenswelt wiederfinden? Mit zwei neuen Beiträgen auf unserer Homepage greifen wir aktuelle Themen der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung auf.
Der Praxisbeitrag Gebärden als Brücke zur Lautsprache zeigt, wie lautsprachunterstützende Gebärden Kinder dabei unterstützen können, sich früh mitzuteilen, Beziehungen zu gestalten und aktiv am Alltag teilzuhaben. Gleichzeitig wird deutlich, wie Gebärden Mehrsprachigkeit, Inklusion und Sprachentwicklung fördern können.
Im Leitartikel Mehr als nur schöne Geschichten steht die Bedeutung von Vielfalt in und ums Kinderbuch im Mittelpunkt. Der Beitrag beleuchtet, warum diversitätssensible Kinderbücher wichtige Identifikations- und Lernräume eröffnen und wie pädagogische Fachkräfte Kinder dabei unterstützen können, unterschiedliche Lebensrealitäten wertschätzend wahrzunehmen.
Viel Freude beim Lesen und Entdecken neuer Perspektiven!
