Unter großer Beteiligung fand am Mittwoch, den 26. August 2026, die gemeinsame digitale Fachveranstaltung der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Sachsen (KGC), der Koordinierungs- und Beratungsstelle zur Unterstützung von Vorhaben für Kinder mit besonderen Lern- und Lebenserschwernissen (KBS) und der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Sachsen (VNS) zum Thema Armutssensibilität und Ernährungsarmut statt.
Ausgehend vom Positionspapier „Teilhabe aller Kinder an der Mittagsverpflegung in sächsischen Kindertageseinrichtungen sichern!“ richtete die Veranstaltung den Blick auf das Thema Ernährungsarmut und armutssensibles Handeln. Mit mehr als 80 Teilnehmenden zeigte sich das große Interesse an diesem für die Praxis relevanten Thema.
In zwei fachlichen Inputs wurde sich dem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven genähert. Die SLfG gab einen Einblick in die Themen Armut und Armutssensibilität, während Maren Bürster vom Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen (ZEHN) den Fokus auf Ernährungsarmut und deren Auswirkungen auf den Alltag, die Gesundheit und die soziale Teilhabe von Kindern und Familien legte.
Darüber hinaus wurde die Rolle des Mittagessens in Kita und Schule in den Blick genommen. Anhand beispielhafter Maßnahmen, Materialien und Praxisbeispiele wurden Möglichkeiten aufgezeigt, Teilhabe zu stärken und Ernährungsarmut zu begegnen.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den eigenen Handlungsmöglichkeiten. In interaktiven Breakout-Sessions entstand ein reger Austausch zu der Frage: „Was kann ich in meiner Rolle und Funktion tun, um (Ernährungs-)Armut zu begegnen?“ Gemeinsam wurden Handlungsspielräume reflektiert und Möglichkeiten für einen armutssensiblen Umgang im eigenen Arbeitsalltag diskutiert.
Eine zentrale Erkenntnis: Jede*r kann etwas tun, um (Ernährungs-)Armut zu begegnen.
Das große Interesse und der intensive Austausch haben gezeigt: Das Thema bewegt und ist für die Praxis relevant. Umso wichtiger ist es, die eigene Perspektive und das eigene Handeln zu reflektieren, das Thema im Team zu verankern und Möglichkeiten für einen armutssensiblen Umgang im eigenen Arbeitsbereich zu entwickeln. Für uns als SLfG ist deshalb klar: Wir bleiben weiter an dem Thema dran!
