E. F. A. – Digitales adaptives Lernspiel für die Arbeitssicherheit in der sozialen Dienstleistungsbranche


E. F. A. Expertin für Arbeitssicherheit

Die Sächsische Aufbaubank (SAB) fördert im Rahmen der Bekanntmachung des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr ein Projekt für Modell- und Transfervorhaben zur Einführung digitalgestützter Lernwerkzeuge in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Dieses Projekt soll eine anschauliche Handlungshilfe darstellen und sächsische Kleinst- und Kleinunternehmen bei der Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung unterstützen. Übergeordnetes Ziel des Projektes ist es, die Wettbewerbsfähigkeit sächsischer Betriebe durch eine kontinuierliche Nachwuchskräftesicherung und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu stärken.

 

 

 


Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

Dieses Projekt ist ein ESF-gefördertes Projekt.


Hintergrund

Die Lebens- und Arbeitswelt befindet sich im Wandel durch Megatrends wie die Digitalisierung, Automatisierung und intelligente Vernetzung. Auch die Arbeit im sozialen Dienstleistungssektor – wozu auch der Pflegebereich zählt – wird zunehmend technologisiert und digitalisiert 1 (vgl. ter Jung, Bleyer 2017, Quelle siehe unten*). Unternehmen stellt dies vor neue Herausforderungen. Sie müssen auf die veränderten Arbeitsanforderungen und den damit verbundenen Gesundheitsgefährdungen reagieren. Die psychischen Belastungen erhalten dabei zunehmend Relevanz. Arbeits- und Gesundheitsschutz muss innerbetrieblich gestärkt und Mitarbeiterkompetenzen weiterentwickelt werden. Genau hier setzt das Projekt „E. F. A. – Expert*in für Arbeitssicherheit“ an.

Die Ziele des Projektes E. F. A.

Es wird ein digitales adaptives Lernspiel (Serious Game) entwickelt, das Mitarbeiter*innen, Führungskräfte und Arbeitsschutzbeauftragte kleiner Unternehmen befähigt, eine vollumfängliche und rechtssichere Gefährdungsbeurteilung ohne Expertenwissen zu erstellen. Praxisnah werden Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen im sozialen Dienstleistungssektor vermittelt. Begleitend zum digitalen Lernspiel entsteht ein Rahmenkonzept, welches aufzeigt, wie Unternehmen prozessorientiert Arbeits- und Gesundheitsschutz implementieren können.

Die Zielgruppe des Lernspiels E. F. A.

Das geplante Lernspiel richtet sich vornehmlich an sächsische Kleinst- und Kleinunternehmen (KKU) im sozialen Dienstleistungssektor mit alternativ bedarfsorientierter, betriebsärztlicher und sicherheitstechnischer Betreuung, d. h. an Betriebe, in denen der/die Arbeitgeber*in selbst die Aufgaben zur Umsetzung der Arbeitsschutzbestimmungen übernimmt.

Die Spielmission

Tempel Übersichtskarte © Medienzentrum der TU Dresden

Im Spiel begibt sich der/die Spieler*in in die Rolle von E. F. A., eines/einer Expert*in für Arbeitssicherheit und muss dem „Verpflichtungsdschungel“ 2 (Kliner, Rennert, Ritter 2000, Quelle siehe unten*) entkommen. Auf spielerische Art macht sich EFA mit den gesetzlichen Anforderungen vertraut und erlernt geeignete Wege für die Umsetzung der Arbeitsschutzanforderungen.

Ein Lernspiel für die Weiterbildung

© Medienzentrum der TU Dresden

E. F. A. geht explizit auf die Weiterbildungsbedarfe von Kleinst- und Kleinunternehmen ein. Im Spiel werden vorhandene Defizite und fehlendes Wissen und Kompetenzen im Arbeits- und Gesundheitsschutz aufgedeckt. Durch das besondere Format des Serious Game werden Weiterbildungsinhalte – angepasst an die kleinbetrieblichen Gegebenheiten – vermittelt und an die/den Lernende*n herangetragen. Das Lernspiel ermöglicht ein zeit- und ortsunabhängiges Lernen und kann in kurzen Lerneinheiten absolviert werden.

Neuigkeiten aus dem Projekt

Wir brauchen Ihre Unterstützung!

Um das Lernspiel praxis- und branchennah entwickeln zu können, suchen wir aktuell für die Spielerprobung Partnerunternehmen der sozialen Dienstleistungsbranche. Ihr Feedback ist wichtig und hilft uns dabei, das Spielkonzept von E. F. A möglichst nah an den Bedarfen der Branche zu entwickeln. Mit Ihrer Teilnahme unterstützen Sie außerdem die wissenschaftliche Erforschung spielbasierter, digitaler Weiterbildungsangebote. Kontaktieren Sie uns, wenn Sie Interesse haben.

© Medienzentrum der TU Dresden

 

Aktuelle Newsbeiträge:

13.01.2020:     „Vom Projektnamen zum Spielcharakter“
06.01.2020:     „E. F. A.s 2021“

18.12.2020:    „E. F. A.s Jahresrückblick“
14.12.2020:    „5. Projekttreffen und die Arbeit der laufenden Projektphase“

Weitere Neuigkeiten und Informationen zum Projekt E. F. A finden Sie hier:

  • Die Projektwebseite der TU Dresden: >>Projektwebsite<<
  • Der Projektflyer: >>HIER<<
  • Newsboard des Medienzentrums der TU Dresden: >>Newsboard<<
  • Folgen Sie E. F. A. auf Twitter: >>Twitter<<

Die Projektpartner

MZ_Logo_RGB Das Medienzentrum (MZ) als zentrale, wissenschaftliche Einrichtung der TU Dresden entwickelt und erprobt mediengestützte Lehr- und Lernszenarien. Hier erfolgt die mediendidaktische Konzeption und die programmtechnische Umsetzung des Serious Games in der Gesundheitsförderung und Prävention.
Die Sächsische Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V. (SLfG) als zentrale Koordinierungsstelle für gesundheitsbezogene Aktivitäten im Freistaat Sachsen analysiert das Serious Game for Health für den Einsatz zur Gesundheitsförderung in der Pflegebranche und entwickelt es weiter. Sie gewährleistet den bedarfsorientierten Transfer in die Praxis und fördert die langfristige Verwertung des Serious Games.
Das Trägerwerk Soziale Dienste AG (TWSD) ist gemeinnützig und vereint Leistungen und Angebote für Kinder, Jugendliche, Familien, Erwachsene und Senioren. Es ermöglicht seinen Mitarbeitern mit dem Serious Game eine innerbetriebliche, berufsbegleitende Personalentwicklungsmaßnahme. Darüber hinaus sensibilisiert es für den Arbeitsschutz und die Gefährdungsbeurteilung im  sozialen Dienstleistungssektor.

Fakten

Projekttitel:  „E. F. A. – Digitales adaptives Lernspiel für die berufliche Aus- und Weiterbildung“
Kurztitel: E. F. A.
Projektpartner: MZ der TU Dresden, SLfG, TWSD
Projektlaufzeit: 01.05.2019 – 30.04.2022
Fördermittelgeber: Europäischer Sozialfond

 


Kontakt

Bei Fragen oder Interesse am Projekt bzw. dem Ergebnis freuen wir uns über Ihre Nachricht.

Christiane Höpping
Tel.: 0351 501936-00
hoepping@slfg.de


*Quellenangaben:

1 Ter Jung, M.; Bleyer, T. (2017). Technologien in einer Altenpflege der Zukunft – Eine Delphi-Studie. Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Dortmund/Berlin/Dresden.
2 Kliner, K., Rennert, D., Richter M. (Hrsg.) (2017). Gesundheit und Arbeit – Blickpunkt Gesundheitswesen. BKK Gesundheitsatlas 2017.