Zukunftswerkstatt Schule: Nachhaltige, verlustarme sowie gesunde Ernährung in Deutschland und Tschechien verstehen und umsetzen

Projektkoordination: Sächsische Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V. (SLfG)
Kooperationspartner:
Glopolis, o. p. s. (CZ)
Projektförderung: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
Projektdauer: 28 Monate (1. Projektphase mit drei Modellschulen von März 2018 – April 2019)

 

 

 

 

 


Ziel

Im Rahmen des neuen, grenzüberschreitenden Projekts „Zukunftswerkstatt Schule: Nachhaltige, verlustarme sowie gesunde Ernährung in Deutschland und Tschechien verstehen und umsetzen“ begleitet die SLfG Schülerinnen und Schüler sowie das Küchenpersonal des Caterers bzw. der Schulküche in sächsischen und tschechischen Modellschulen im Hinblick auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit Lebensmitteln.

Ziel ist es, die Wertschätzung für Lebensmittel zu erhöhen, ein Verständnis für übergeordnete Zusammenhänge einer nachhaltigen und gesunden Ernährung zu gewinnen sowie durch eine stärkere Schülermitwirkung eine gesunde und nachhaltige Schule zu gestalten.

Projektziele©SLfG


Umsetzung

l Wissensvermittlung: Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler der 6. bis 8. Klasse. Auf Grundlage der fünf Dimensionen der Nachhaltigkeit nach Koerber 2014 werden Lehr-/Lernkonzepte zu folgenden Themenblöcken erarbeitet und erprobt: Ökologische Verträglichkeit der Nahrungsversorgung (Ernährung – Umwelt); Soziale Auswirkungen auf das Ernährungssystem (Ernährung – Gesellschaft); Faire ökonomische Handelsbeziehungen weltweit (Ernährung – Wirtschaft); Nachhaltig essen und genießen (Ernährung – Kultur) sowie Krankheitsprävention plus Wohlbefinden (Ernährung – Gesundheit).

Die Vermittlung dieser Themenvielfalt erfolgt über verschiedene Lernmethoden (Stationenlernen, Lernwerkstatt, Workshop, Diskussionsrunde). Die Schülerinnen und Schüler können z. B. über ein „Food Waste Diary“ ihr persönliches Verhalten reflektieren und die Gründe für das Wegwerfen von Lebensmitteln analysieren. Das erworbene Wissen können die Schülerinnen und Schüler in einer Projektarbeit auf Klassenebene anwenden. In der „Zukunftswerkstatt Schule“ wird das eigene Schulgeschehen durch eine partizipative Schülermitwirkung betrachtet und Lösungen für eine nachhaltige und gesunde Ernährung erarbeitet, die auch die Bedürfnisse zukünftiger Generationen berücksichtigen.

ll Schulküche: Unter Einbezug der Schulküche werden Ansätze und Instrumente zur Reduktion von Lebensmittelabfällen und zur Bewertung und Optimierung des Schulessens auf Nachhaltigkeit angewendet. Für die Akteure der Schulküchen sind begleitende Beratungen vorgesehen, um verlustärmere und nachhaltigere Alltagsroutinen zu motivieren. Dazu wird sowohl ein Workshop mit dem Küchenpersonal organisiert als auch eine Erhebung und Analyse von Lebensmittelabfällen durchgeführt. Zudem wird der Speisenplan auf Nachhaltigkeit und Qualitätsstandards für die Schulverpflegung analysiert, bewertet und wenn möglich neugestaltet.

lll Strukturbildung: An den Modellschulen werden Strukturen geschaffen, die eine starke Einbindung aller Akteure ermöglichen und den Leitgedanken „Nachhaltigkeit“ schrittweise in die jeweiligen Schulkonzepte integrieren. Die Schule ist als „Werkstatt“ handelnder Akteur im Projekt. Daher werden bzgl. der Mittagsverpflegung Schüler, Eltern, Lehrer, Träger und Verpflegungsanbieter in ein schulisches Steuerungsgremium (Verpflegungsausschuss) eingebunden. Über dieses Gremium werden Strukturen geschaffen, die allen beteiligten Akteuren eine Kommunikationsplattform bieten und zur Teilhabe der Schulverpflegung am Schulgeschehen beitragen. Gemeinsam sollen Lösungen gefunden werden, wie das Konzept der nachhaltigen Ernährung längerfristig in das Schulkonzept eingebunden werden kann.

Kooperationspartner ist der tschechische Verein Glopolis o. p. s., Prag. Der Verein verfügt über langjährige Projekterfahrung und hat u. a. das Vorhaben „STREFOWA – Strategie zur Senkung der Lebensmittelverschwendung in Mitteleuropa“ durchgeführt.


Kontakt:

Claudia Pfau
Tel. 0351 501936-82
E-Mail: pfau@slfg.de